Coronavirus und Immunität

"Was du nicht sehen kannst, kann dir schaden" ist der rote Faden in „Der Unsichtbare” (Originaltitel: The Invisible Man). Basierend auf dem zeitlosen Roman des britischen Schriftstellers H.G. Wells aus dem Jahr 1897, dreht sich dieser neuste Hollywood Sci-Fi Thriller um einen bösen Wissenschaftler, welcher das Geheimnis der Unsichtbarkeit entdeckt und seine Ex-Freundin quält. Obwohl ihn niemand sehen kann, ist er tödlich.

Genauso ist es mit dem Coronavirus und anderen Viren. Sie sind unsichtbar. Und sie können töten.

Wie können wir uns vor dieser viralen Gefahr schützen, die wir nicht sehen können? „Hände waschen, den Mund beim Husten bedecken und Oberflächen desinfizieren” ermahnt das Robert-Koch-Institut (RKI). Dies ist eine vernünftige Empfehlung. Dennoch treten Infektionen auf. Was sollte also unsere primäre Strategie sein? Sachkundige Ärzte und Ernährungswissenschaftler stimmen überein, dass unsere beste Abwehr gegen unsichtbare Feinde der Aufbau der natürlichen, körpereigenen Fähigkeit der Krankheitsbekämpfung ist. Sind wir dann einmal infiziert, können unsere Zellen den viralen Angriff besser abwehren.

Tritt ein: deine Immun-Armee. Dein Immunsystem ist die Grundlage für gute Gesundheit. Sein schützendes Netzwerk wehrt alle schädlichen Bakterien und Viren ab. Es baut ebenfalls gefährliche Schadstoffe ab und agiert als Überwachungssystem für abnormale Zellen. Seine Abwehr beinhaltet physische

Barrieren wie die Haut und Entzündungsreaktionen an verletzten Bereichen. Außerdem reagiert die Immunabwehr spezifisch auf Keime oder Infektionen.

Den inneren Kampf gewinnen. Wiederholte „Kränkungen” deinem Immun- oder Stresssystem gegenüber können deine Abwehrkräfte schwächen. Dies kann Entzündungen begünstigen, die Gesundheit beeinträchtigen, das Risiko für gewisse Krankheiten steigern und sogar das Leben verkürzen. Konstanter Stress, mangelhafte Ernährung und ein Mangel an Bewegung oder Schlaf kann deine immune „Armee” lähmen. Alkohol und Rauchen bewirken dasselbe. Gesunde Lebensstilentscheidungen, positive soziale Verbindungen und das Vertrauen in einen liebenden Schöpfer stärken deine Abwehrkräfte, bauen sie auf und gleichen sie aus. Zusammen sind sie wie gut trainierte Truppen für die Gesundheit deines Immun- und Stresssystems.

Mobilisiere deine Abwehrkräfte. Kein Fallschirmjäger wird seinen Fallschirm nähen, wenn die Flugzeugtür offen ist. Jetzt ist die Zeit zum Springen! Eine starke Immunabwehr kann man nicht kaufen. Produktversprechen, in einer Krise schnelle Abhilfe zu schaffen, sind irreführend. Der einzige Weg in stressigen Zeiten vorbereitet zu sein besteht darin, gute körperliche, mentale und geistliche Gewohnheiten zu leben. Es ist nie zu spät damit anzufangen! Du kannst deine Abwehrkräfte gegen virale Angriffe stärken, aufbauen und ausgleichen. Arbeite dabei bitte immer mit den Verantwortlichen deiner medizinischen Versorgung zusammen.

Stärken mit Antioxidantien. Antioxidantien sind starke Immunverstärker. Sie entfernen schädigende Oxidantien oder freie Radikale aus der Blutversorgung. Oxidantien sind giftige Abfallprodukte des normalen Stoffwechsels. Sie können ebenfalls entstehen, wenn man Rauch oder anderen Schadstoffen ausgesetzt ist. Freie Radikale können die DNA beschädigen und das körperliche Immunsystem schwächen. Antioxidantien reduzieren den Schaden und stärken das Immunsystem. Im Folgenden betrachten wir, wie wir sie steigern und ihre Effektivität verbessern können:

  1. Vermehrt frisches Obst und Gemüse Zitrusfrüchte, Kirschen und Beeren enthalten besonders viele Antioxidantien. Grünblättrige Gemüsesorten wie Grünkohl oder Broccoli sind reich an den antioxidantischen Vitaminen A, C und E. Indem man eine breite Auswahl an grünen und gelben Gemüsesorten zu sich nimmt, steigt der Carotinoidspiegel im Blut. Carotinoide sind Antioxidantien, die helfen den Pegel an stressbezogenen Symptomen wie Schlafstörung und Gereiztheit zu senken.

Vitamin D, das Sonnenvitamin, ist ebenfalls essentiell für eine gesunde Immunfunktion. Wenn Fragen zu deinen Vitamin D Blutwerten bestehen, kann dein Arzt einen einfachen Bluttest zur Untersuchung anfordern.

  1. Mehr Ballaststoffe zu sich nehmen. Bunte Früchte, Gemüse, Bohnen,Vollkorngetreide, Nüsse und Samen liefern immunstärkende Vitamine, Mineralien und Zusammen mit Ballaststoffen helfen sie den Blutzucker zu regulieren und Insulin auszugleichen. Zudem senken sie Stresshormone und Entzündungen. Pflanzliche Ballaststoffe helfen, den Appetit zu kontrollieren und das Gewicht zu halten. Überschüssiges Körperfett triggert ungewollte Entzündungen – mit ein Grund weshalb Übergewicht das Risiko für viele chronische Erkrankungen und infektiöse Krankheiten steigert. Trinke viel Wasser anstelle von süßen Getränken, um deine Durchblutung zu fördern und immununterdrückende Zuckerkalorien zu reduzieren.
  1. Vermeide rotes Fleisch, Milchprodukte mit hohem Fettanteil und Frittiertes. Eine Ernährung mit vermehrten tierischen Fetten, raffiniertem Getreide, Zucker und frittiertem Essen steigert den Schaden von freien Radikalen. Dieser ist verbunden mit einem erhöhten Risiko für Infektionen, Diabetes, Herzerkrankungen, Demenz und einigen Stärke dich stattdessen mit pflanzlichem Eiweiß in Hülsenfrüchten, Gemüse, Vollkorngetreide und Mehrkorn-Teigware. Vegetarische Fleischalternativen können Fleischprodukte ersetzen. Benutze Olivenöl und Zitrone zum Salatdressing. Fokussiere dich auf Omega 3 Fettsäuren, indem du mehr Walnüsse und Leinsamen in deine Ernährung einbaust.

Aufbauen mit Bewegung. Bewegung schützt nicht nur dein Immunsystem, sondern stärkt es auch. Regelmäßige flotte Spaziergänge können sowohl die Reaktion der Antikörper als auch der natürlichen Killerzellen (T-Zellen) unterstützen. Es senkt Entzündungen im ganzen Körper und verbessert die metabolische Gesundheit. Virale Eindringlinge bekommen so einen richtigen Tritt verpasst! Tägliche Bewegung verbessert die Stimmung, verringert Ängste und erhöht das persönliche Wohlbefinden. Die Psyche und der Körper arbeiten zusammen. Eine positive mentale Verfassung nutzt auch der Immungesundheit.

Ausgleichen mit Stressbewältigung. Chronischer Stress schlägt auf das Immunsystem. Es kann Depression, Ängste, Vergesslichkeit, Gereiztheit und sogar Panik verursachen. Konstante Negativität und Sorge kann einen hohen Puls, Erschöpfung und Schwitzen hervorrufen. Außerdem können Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen daraus resultieren. Unsere Gedanken und Worte sind die Grundlagen unserer Handlungen. Konzentrierst du dich auf das Problem oder die Lösung? Was sind gesunde Möglichkeiten, mit Stress umzugehen? Versuche, einen Spaziergang zu unternehmen, mit einem Freund zu sprechen oder einem Bedürftigen zu helfen. Viele finden Frieden beim Reden mit Gott im Gebet und beim Auswendiglernen seiner Versprechen. Erkenne, was unter deiner Kontrolle ist und vertraue den Rest Gott an. Nimm dir Zeit die wich- tigsten Prioritäten in deinem Leben zu erkennen und auszuleben. Sind deine Arbeit, Familie und soziales Leben ausgeglichen? Dies sind einige Wege, Stress zu bändigen und das Immunsystem zu schützen. Ein guter Rat ist: "Reduziere oder du wirst reduziert."

Glaube und Vertraue. Diese Welt ist ein Schlacht- feld, kein Spielplatz. Wir alle müssen Auseinandersetzungen im körperlichen, mentalen und geistlichen Bereich austragen. Die hier dargelegten Prinzipien werden dir helfen das Risiko einer Erkrankung zu mindern und klug dagegen anzukämpfen, wenn sie erscheint. Dennoch gibt es in dieser gebrochenen Welt voller Kopfschmerzen, Ungerechtigkeit und Sünde keine vollkommene Garantie auf Freiheit von Schwierigkeiten und Krankheiten. Daher brauchen wir alle einen echten, jedoch unsichtbaren anwesenden Helfer. Dieser Helfer ist Jesus Christus, unser Erretter, Heiler und bester Freund. Er ist nicht nur an einem grausamen Kreuz für unsere Sünden gestorben, sondern ist von den Toten auferstanden (1. Korinther 15,3.4).

In dieser vom Coronavirus infizierten Welt ist unser unsichtbarer Helfer in der Lage alle unsichtbaren Feinde zu überwinden. Fürchte dich nicht. Schaue weiterhin aufwärts! Gott gab uns Prinzipien um Risiken zu verringern. Nichtsdestotrotz, falls wir leiden, wird er uns nicht verlassen. „Der HERR wird ihn erquicken auf seinem Krankenlager; du machst, dass es ihm besser geht, wenn er krank ist” (Psalm 41,4). „Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden” (Jesaja 40,29). Was auch immer geschieht, Gott lädt dich ein, ihm jetzt zu vertrauen. Du darfst dich auf eine wunderbare Ewigkeit ohne Schmerzen, Tränen, Krankheiten oder sogar den Tod freuen. Er versprach diese wundervolle Zukunft allen, die ihm ihre Herzen ganz zur Verfügung stellen.

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